Gesunde Ernährung für Kinder

Für Kinder zu kochen ist oft herausfordernd: Frisch und gesund soll es sein. Aber das bedeutet nicht, dass der Nachwuchs auch jede neue Koch-Kreation bereitwillig probiert. Hier sind zehn alltagstaugliche Tipps für mehr Vielfalt am Familien-Esstisch.

#1 Darf’s mal was Neues sein? 

Meistens gehen wir routiniert durch die Supermarktregale, oft fehlt im hektischen Alltag die Zeit, um neue Lebensmittel zu entdecken. Und so greifen wir in der Regel zu jenen Dingen, die uns und den Kindern gut schmecken. Doch gesunde Ernährung braucht Vielfalt! Wie wäre es also, wenn Sie sich vornehmen, jede Woche mindestens ein Lebensmittel auszuwählen, das Sie noch nicht kennen? Vielleicht entdecken Ihre Kinder auch etwas, das sie gerne probieren möchten. Oder Sie steuern mal einen anderen Supermarkt an? Oft fallen uns dann Produkte in die Hände, die uns zufällig im Regal „anlachen“ – und so für mehr Speiseplan-Vielfalt sorgen.  

#2 Kinderleichte Küche!

Es muss nicht immer etwas Außergewöhnliches auf dem Familien-Esstisch stehen. Viele frische Gerichte können im Handumdrehen zubereitet werden. Unser Snack-Favorit: Bananenquark! Dazu einfach zwei Bananen zermatschen, mit 250 Gramm Speisequark und etwas Zitronensaft vermischen. Wer mag, gibt noch Haferflocken, Honig, Kakaopulver, oder, oder, oder… dazu, fertig! Aber auch eine frische Tomatensauce ist schnell zubereitet: Einfach eine Zwiebel klein schneiden, in etwas Olivenöl andünsten, 400 Gramm passierte Tomaten zugeben, etwas Salz und einen Teelöffel Zucker zugeben und 20 Minuten leicht köcheln lassen. Dazu schmecken (natürlich!) Nudeln oder Kartoffeln und ein paar Würstchen.

#3 Kleine Supermarkt-Helden auf Entdeckungstour

Kinder sind von Natur aus neugierig. Auch in der Obst- und Gemüseabteilung gibt es viel zu entdecken! Vielleicht nehmen Sie sich beim nächsten Einkauf etwas Zeit, um gemeinsam mit Ihren Kindern auf Entdeckungstour zu gehen? Begutachten Sie doch mal gemeinsam Form und Farbe von Kürbis, Aubergine und Brokkoli. Warum sieht der Ingwer nur so komisch krumm aus und wieso wird Blumenkohl wohl Blumenkohl genannt? Wenn die Neugier von Kindern geweckt ist, probieren sie auch gerne mal etwas Neues aus. Aber bitte nicht aufdrängen! Wenn ein Kind ein Lebensmittel ablehnt, hat es dafür in den meisten Fällen einen triftigen Grund: nämlich eine schlechte Bekömmlichkeit.

#4 Und bei euch so? 

Manchmal finden wir bei Freunden oder anderen Familienmitgliedern neue Anregungen, wie wir den wöchentlichen Speiseplan etwas vielfältiger gestalten können. Fragen Sie doch einfach mal nach…und was gibt’s bei euch so zu essen?

#5 Hin und wieder ein paar Routinen durchbrechen 

Morgens gibt’s immer Brötchen? Oder ein Marmeladentoast, weil’s schnell geht? Manchmal kann es hilfreich sein, ein paar „eingefahrene“ Routinen zu durchbrechen. Vielleicht stehen statt Brötchen mal selbstgemachte Pancakes auf dem Frühstückstisch? Statt Marmeladentoast schnippeln sie mal einen Obstsalat? Oder Sie braten ein Rührei? Und selbst da gibt es die verschiedensten Möglichkeiten: mal mit Schinken, mal mit Zwiebeln und Tomaten oder einfach mal „pur“ mit Salz und Pfeffer.

#6 Lieblingsgerichte „neu“ interpretieren

Ihre Kinder lieben Pfannkuchen? Unsere auch! Wie wäre es, wenn Sie statt der süßen Variante auch mal einen herzhaften Pfannkuchen anbieten? Mit Käse und Schinken ist auch eine leckere Kombination. Sie essen gerne Pommes? Wir auch! Haben Sie schon mal Süßkartoffel-Pommes probiert? Ihre Kinder essen gerne Rohkost? Vielleicht bieten Sie statt Tomate und Gurke auch mal einen Apfel-Möhren-Salat an? Hier sind Ihrer gemeinsamen Kreativität keine Grenzen gesetzt.

#7 Eine bunte Brotzeit planen

Wir essen am liebsten…von allem etwas! Dazu eignet sich eine bunte Brotzeit, die wir meistens freitags zum Start ins Wochenende planen – und dann gibt’s (fast) alles, was Herz begehrt: frisches Brot, Rohkost, Obst, Joghurt, Wurst, Käse, Nüsse, Marmelade und alles, was sonst noch gerade bei Klein und Groß hoch im Kurs steht. Klingt gut, oder?

#8 Raus in die Natur!

Vielleicht gibt es bei Ihnen in der Nähe eine Streuobstwiese? Oder einen Bauernhof? Haben Sie einen kleinen Garten? Der Geschmack von Himbeeren, Kirschen oder Äpfeln, die wir selbst pflücken, sind prägende und sehr schöne Kindheitserinnerungen. Aber auch frische Kräuter auf dem Küchen-Fensterbrett oder Milch und Kartoffeln direkt vom Bauernhof schmecken besonders gut – und die Zubereitung (Kräuter abzupfen) sowie der Einkauf (auf dem Bauernhof) werden zu einem tollen Erlebnis!

#9 Was wird eigentlich in anderen Ländern gegessen? 

Warum nicht mal in die Ferne schweifen – andere Länder, andere Esskulturen. Was wird in Japan gefrühstückt? Wie wird eine spanische Paella zubereitet? Und welche Zutaten werden für einen französischen Crèpes benötigt? Das Internet hält bestimmt viele spannende Antworten für Sie bereit – und vielleicht entdecken Sie etwas, das Sie gerne mal in der deutschen Küche ausprobieren möchten.

#10 Freude und Genuss sind das A und O!

Essen bedeutet Freude! Essen Sie genussvoll und bleiben Sie neugierig für neue Lebensmittel, Geschmäcker und Kombinationen. Machen Sie Ihre Mahlzeiten zu einem gemeinsamen Erlebnis für Groß und Klein. Wer was und wieviel isst, spielt dabei keine Rolle. Denn neben der Vielfalt ist auch Vertrauen in das, was Kinder ganz intuitiv richtig machen, eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde Ernährung: nämlich mit Freude und undogmatisch essen, wenn der Hunger sich meldet. Gesund ist, was Kinder gerne und mit Genuss essen! Wir wünschen allen Familien viel Freude, Abwechslung und Gelassenheit am Familien-Esstisch.